Seite 1 der Beitrittserklärung
Beitrittserklärung Seite 1

Der Verein der Freiwilligen Feuerwehr hat zur Zeit über 350 Mitglieder.
Sein Ziel ist die Förderung und die finanzielle Unterstützung der Einsatzabteilung, der Jugendfeuerwehr und der Kinderfeuerwehr.
So wurden viele Ausrüstungsgegenstände des Feuerwehrgerätehauses Massenheim durch den Feuerwehrverein für die aktive Wehr angeschafft, auch zusätzlich benötigte Einsatzmittel durch den Verein finanziert und der Einsatzabteilung übergeben.
Die Finanzierung des Feuerwehrvereins erfolgt aus Spenden und den Mitgliedsbeiträgen. Der Verein organisiert Veranstaltungen wie z. B. das traditionelle Bornfest, das Oldtimertreffen, sowie einen Stand am Dorfplatzfest und am Weihnachtsmarkt.
Übrigens für diese Veranstaltungen würde sich der Feuerwehrverein über den einen oder anderen Helfer sehr freuen, um die Aktiven der Einsatzabteilung für andere Aufgaben zu entlasten.

Ehrenmitglieder

Wolfgang Mann
Rudolf Laupus
Ulrich Tschauder
Gerhard Orth
Josef Knipf
Kurt Schneider
Ralf Laupus (Noch nicht auf dem Bild)

Inhaltsverzeichnis

§ 1 Name, Sitz und Rechtsform

§ 2 Zweck und Aufgabe des Vereins

§ 3 Mitgliedschaft

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

§ 7 Mittel

§ 8 Organe des Vereines

§ 9 Mitgliederversammlung

§ 10 Aufgaben der Mitgliederversammlung

§ 11 Verfahrensordnung für die Mitgliederversammlung

§ 12 Vereinsvorstand

§ 13 Geschäftsführung und Vertretung

§ 14 Kassenwesen

§ 15 Jugendfeuerwehr

§ 16 Kinderfeuerwehr

§ 17 Auflösung

§ 18 Datenschutzklausel, Verarbeitung persönlicher Mitgliederdaten

§ 19 Haftung

§ 20 Inkrafttreten

 

Satzung der Freiwilligen Feuerwehr Massenheim e.V.

§ 1 Name, Sitz und Rechtsform

  1. Der Verein trägt den Namen „Freiwillige Feuerwehr Massenheim“ im folgenden Verein genannt.

  2. Der Sitz des Vereins ist Bad Vilbel-Massenheim.

  3. Der Verein ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main -Registergericht- einzutragen.

  4. Nach der Eintragung hat er die Rechtsform eines eingetragenen Vereins und führt die Abkürzung „e.V.“ im Namen.

§ 2 Zweck und Aufgabe des Vereins

  1. Der Verein hat den Zweck,

    1. das Feuerwehrwesen der Stadt Bad Vilbel - Ortsteil Massenheim nach dem geltenden Landesgesetz und den dazu ergangenen Verordnungen und Richtlinien zu fördern

    2. die Interessen der einzelnen Abteilungen (Jugendfeuerwehr, Kinderfeuerwehr, Alters- und Ehrenabteilung, Musikabteilung) zu koordinieren.

  2. Aufgaben des Vereines sind es insbesondere,

    1. die Grundsätze des freiwilligen Feuer-, Gefahren und Bevölkerungsschutzes durch geeignete Maßnahmen, wie gemeinsame Übungen oder Werbeveranstaltungen für den Feuerwehrgedanken, zu fördern und zu pflegen;

    2. die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen;

    3. sich den sozialen Belangen, wie ausreichender Versicherungsschutz, der Mitglieder zu widmen.
      Die Vorschriften des § 53 AO sind zu beachten;

    4. interessierte Einwohner für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen,

    5. Öffentlichkeitsarbeit, Brandschutzerziehung und -aufklärung zu betreiben;

    6. die Bildung einer Jugendfeuerwehr und einer Kindergruppe anzustreben und die Nachwuchs- und Jugendarbeit zu unterstützen;

    7. mit den, am Brandschutz interessierten und für diesen verantwortlichen Stellen und Organisationen zusammen zu arbeiten.

  3. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes ”Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung.
    Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
    Mittel des Vereines dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
    Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereines.

  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereines fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

  5. Politische und religiöse Betätigungen werden ausgeschlossen.

§ 3 Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft im Verein ist geschlechtsneutral. Mit allen Ämtern und Funktionen, die sich aus dieser Satzung ergeben, können sowohl Frauen als auch Männer betraut werden.

Dem Verein können angehören:

  1. die Mitglieder der Einsatzabteilung

  2. die Mitglieder der Jugendfeuerwehr

  3. die Mitglieder der Kinderfeuerwehr

  4. die Mitglieder der Ehren- und Altersabteilung

  5. Ehrenmitglieder

  6. fördernde Mitglieder

§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen und beginnt mit dem Tag der Aufnahme durch diesen.
    Eine Ablehnung ist zu begründen und dem Antragsteller schriftlich mitzuteilen. Innerhalb eines Monats kann der Antragsteller beim Vorstand schriftlich die Entscheidung durch die nächste Mitgliederversammlung beantragen.

  2. Zu Ehrenmitgliedern können natürliche Personen ernannt werden, die sich besondere Verdienste erworben haben. Ehrenmitglieder werden vom Vorstand in der Mitgliederversammlung ernannt.

  3. Mitglieder der Altersabteilung können solche Personen werden die der Einsatzabteilung angehören und die die Altersgrenze erreicht haben oder vorher auf eigenen Wunsch aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sind.

  4. Fördernde Mitglieder können unbescholtene natürliche und juristische Personen werden. Der Erwerb der Mitgliedschaft erfolgt nach Abs. 1.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft kann zum Ende des Geschäftsjahres mit einer Frist von drei Monaten schriftlich gekündigt werden. Die Kündigung ist an den Vorsitzenden zu richten.

  2. Die Mitgliedschaft endet durch den Tod des Mitgliedes.

  3. Die Mitgliedschaft endet durch Ausschluss aus dem Verein. Der Ausschluss ist auszusprechen, wenn ein Mitglied gegen die Interessen des Vereines verstößt oder die bürgerlichen Ehrenrechte verliert.
    Über den Ausschluss, der dem Mitglied schriftlich mitzuteilen ist, entscheidet der Vorstand nach Anhörung des Betroffenen. Dagegen kann dieser die Entscheidung der Mitgliederversammlung beantragen. Das Verfahren richtet sich nach § 4 Abs. 2 Satz 2 dieser Satzung. Bis zur abschließenden Entscheidung über den Ausschluss ruhen alle Rechte des Mitglieds.

  4. Die Ehrenmitgliedschaft kann auf Vorschlag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung aberkannt werden, Abs. 3 ist entsprechend zu berücksichtigen.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitglieder haben Mitwirkungsrecht im Rahmen dieser Satzung. Sie haben Anspruch auf Beratung durch den Verein im Rahmen seiner Möglichkeiten.

  2. Den Mitgliedern steht die Teilnahme an Veranstaltungen des Vereins im Rahmen dieser Satzung offen.

  3. Die Mitglieder sind verpflichtet, den Verein bei der Durchführung seiner Aufgaben zu unterstützen.

§ 7 Mittel

Die Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes werden aufgebracht

  1. durch jährliche Mitgliedsbeiträge, gem. Betragsordnung der Freiwilligen Feuerwehr Massenheim e.V. Die von der Mitgliederversammlung zu beschließen ist.

  2. durch freiwillige Zuwendungen

  3. durch Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln.

§ 8 Organe des Vereines

Die Organe des Vereins sind

  1. die Mitgliederversammlung

  2. der Vereinsvorstand.

§ 9 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung setzt sich aus den Vereinsmitgliedern zusammen und ist das oberste Beschlussorgan.

  2. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden oder im Verhinderungsfalle von einem seiner Vertreter geleitet und ist mindestens einmal jährlich unter Bekanntgabe der vorgesehenen Tagesordnung mit einer Frist von zwei Wochen schriftlich oder durch Veröffentlichung im amtlichen Bekanntmachungsblatt der Stadt Bad Vilbel einzuberufen. Sind alle Vorsitzende verhindert, wählt die Mitgliederversammlung einen Versammlungsleiter.

  3. Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung müssen spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung dem Vereinsvorsitzenden schriftlich mitgeteilt werden.

  4. Auf Antrag von mindestens einem Drittel der Stimmberechtigten ist innerhalb einer vierwöchigen Frist eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. In dem Antrag müssen die zu behandelnden Tagesordnungspunkte bezeichnet sein.

  5. Eine Stellvertretung bei der Stimmabgabe bei allen Abstimmungen innerhalb des Vereins ist nicht zulässig.

§ 10 Aufgaben der Mitgliederversammlung

  1. Die Aufgaben der Mitgliederversammlung sind

    1. die Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung;

    2. die Beratung und Beschlussfassung über eingebrachte Anträge;

    3. die Wahl des Vereinsvorstandes nach § 11 dieser Satzung für eine Amtszeit von 5 Jahren;

    4. die Festsetzung der Mitgliedsbeiträge

    5. die Genehmigung der Jahresrechnung

    6. die Entlastung des Vorstandes und des Kassenverwalters;

    7. die Wahl von zwei Kassenprüfern. Die beiden Kassenprüfer können ihr Amt höchstens zweimal in Folge ausüben.

    8. die Beschlussfassung über Satzungsänderungen;

    9. die Ernennung von Ehrenmitgliedern;

    10. Entscheidungen über die Beschwerde von Mitgliedern über den Ausschluss oder von Personen über die Nichtaufnahme in den Verein;

    11. die Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins.

§ 11 Verfahrensordnung für die Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß eingeladen worden ist.

  2. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmengleichheit bedeutet Ablehnung. Satzungsänderungen bedürfen der Mehrheit von zwei Drittel der abgegebenen Stimmen. Abstimmungen erfolgen offen. Die Versammlung kann auf Antrag mit einfacher Mehrheit beschließen, geheim abzustimmen.

  3. Wahlen werden geheim durchgeführt. Es kann auf Antrag aus der Versammlung, wenn niemand widerspricht, offen gewählt werden. Gewählt ist, wer die meisten gültigen Stimmen erhält. Stimm- und wahlberechtigt sind nur voll geschäftsfähige Mitglieder bzw. Mitglieder der Einsatzabteilung.

  4. Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, deren Richtigkeit vom Schriftführer und dem Vorsitzenden zu bescheinigen ist.

  5. Jedes Mitglied kann beantragen, dass sein Beitrag zur Versammlung in die Niederschrift aufgenommen wird.

§ 12 Vereinsvorstand

  1. Der Vereinsvorstand besteht aus,

    1. dem Vorsitzenden;

    2. den 2 stellvertretenden Vorsitzenden;

    3. dem Kassenverwalter;

    4. dem Schriftführer;

    5. dem Pressesprecher;

    6. den 3 Beisitzern

    7. Der Wehrführer, sein Stellvertreter, der Jugendwart, der Kinderfeuerwehrwart und der Gerätewart sind, soweit sie nicht durch Wahlen dem Vorstand angehören, kraft Amtes Vorstandsmitglieder.

  2. Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtszeit aus, findet in der nächsten Mitgliederversammlung die Ergänzungswahl für den Rest der Amtszeit des Vorstandes statt. In der Zwischenzeit werden dessen Aufgaben von einem anderen Vorstandsmitglied wahrgenommen.

§ 13 Geschäftsführung und Vertretung

  1. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins nach den Beschlüssen und Richtlinien der Mitgliederversammlung. Dazu wird er vom Vorsitzenden nach Bedarf eingeladen. Über jede Vorstandssitzung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Schriftführer und Vorsitzenden zu unterschreiben und jedem Vorstandsmitglied zuzusenden ist.

  2. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

  3. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende und die zwei stellvertretenden Vorsitzenden; jeder hat Alleinvertretungsrecht. Im Innenverhältnis wird bestimmt, dass die stellvertretenden Vorsitzenden nur bei Verhinderung des Vorsitzenden von ihrer Vertretungsbefugnis Gebrauch machen dürfen.

  4. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 14 Kassenwesen

  1. Der Kassenverwalter ist für die ordnungsgemäße Erledigung der Kassengeschäfte verantwortlich.

  2. Er darf Auszahlungen nur leisten, wenn der Vorsitzende oder im Verhinderungsfalle sein Stellvertreter eine Auszahlungsanordnung erteilt hat.

  3. Über alle Einnahmen und Ausgaben ist Buch zu führen.

  4. Am Ende des Geschäftsjahres legt er gegenüber den Kassenprüfern die Abrechnung vor.

  5. Die Kassenprüfer prüfen die Kassengeschäfte und erstatten der Mitgliederversammlung Bericht.

§ 15 Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehr gestaltet ihre Jugendarbeit nach der Jugendordnung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Vilbel selbständig.

§ 16 Kinderfeuerwehr

Die Kinderfeuerwehr ist eine selbständige Abteilung, die nach der Ortssatzung der Stadt Bad Vilbel ihre Gruppenarbeit gestaltet.

§ 17 Auflösung

  1. Der Verein wird aufgelöst, wenn in einer ausdrücklich hierzu einberufenen Mitgliederversammlung mindestens vier Fünftel der Mitglieder anwesend sind und drei Viertel der abgegebenen Stimmen die Auflösung beschließen.

  2. Ist die Mitgliederversammlung nicht beschlussfähig, so kann nach Ablauf eines Monats eine neue Mitgliederversammlung einberufen werden, in der der Beschluss zur Auflösung ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder mit drei Viertel der abgegebenen Stimmen gefasst werden kann. In der Einladung zu dieser Versammlung muss auf diese Bestimmungen besonders hingewiesen werden.

  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Bad Vilbel, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke der städtischen Einrichtung „Freiwillige Feuerwehr" zu verwenden hat.

§ 18 Datenschutzklausel, Verarbeitung persönlicher Mitgliederdaten

Der Verein darf die persönlichen Daten der Mitglieder für eigene Zwecke gemäß den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes speichern, verändern, bearbeiten und löschen. Das Mitglied erteilt mit dem Eintritt in den Verein diesem die entsprechende datenschutzrechtliche Erlaubnis.

Die Übermittlung von gespeicherten Daten innerhalb des Vereins und an die entsprechenden Verbände, mit denen der Verein zur Erledigung seiner Aufgaben zusammenarbeitet, ist nur den Personen erlaubt, die mit Ämtern gemäß dieser Satzung betraut sind und entsprechende Aufgaben wahrzunehmen haben.

Der Kassenverwalter darf die notwendigen Daten an ein Bankinstitut übermitteln, um den Zahlungsverkehr des Vereins zu ermöglichen. Daten der betreuten Mitgliedergruppen dürfen im Rahmen der Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben den im Verein angestellten und ehrenamtlich tätigen Personen, insbesondere den Übungsleitern übermittelt werden.

Im Zusammenhang mit der Geltendmachung eines Minderheitenbegehrens gem. § 37 BGB in Verbindung mit § 9 Abs. 4 der Satzung ist dem das Minderheitenbegehren geltend machende Mitglied die von ihm begehrte Mitgliederliste in beglaubigter Abschrift gegen Erstattung der Kosten für die Erstellung der beglaubigten Abschrift spätestens binnen drei Wochen nach Eingang des Begehrens des Mitglieds auszuhändigen. Das Mitglied hat mit seinem Auskunftsbegehren gegenüber dem Verein eine schriftliche datenschutzrechtliche Versicherung dahingehend abzugeben, dass die begehrte Mitgliederliste ausschließlich in Zusammenhang mit der Geltendmachung des Minderheitenbegehrens Verwendung finden wird. Ausnahmen bedürfen eines Beschlusses der Mitgliederversammlung, der die Regelungen des BDSG zu berücksichtigen hat.

§ 19 Haftung

Der Verein haftet mit seinem Vereinsvermögen.

§ 20 Inkrafttreten

Vorstehende Satzung wurde in der Mitgliederversammlung vom 18.05.2018 beschlossen, sie tritt mit Eintragung in das Vereinsregister in Kraft und ersetzt die bisherige Satzung einschließlich sämtlicher Änderungen.

von Bernd Freisleben und Matthias Schulte

Die Freiwillige Feuerwehr Massenheim wurde im Jahr 1935 von einigen jungen Männern unter der Führung von Bernhard Weber gegründet. Diesen ersten Kameraden stand in der damaligen Zeit nur eine Handsaug- und Druckspritze zur Verfügung, die mittels Muskelkraft von sechs Männern betrieben werden musste und heute noch im Gerätehaus Massenheim aufbewahrt ist. Erst in den Kriegstagen 1941 wurde Massenheim mit einer Motorspritze ausgerüstet, was notwendig war, um den gestiegenen Anforderungen der zerstörenden Kraft des Zweiten Weltkrieges standzuhalten. Die wenigen daheimgebliebenen Kameraden wurden unter dem Ortsbrandmeister Bernhard Weber des Öfteren in den Bombennächten von Bad Vilbel und Frankfurt eingesetzt. Dabei wurden sie durch Jugendliche unterstützt. In den letzten Kriegsjahren bis einige Jahre nach Kriegsende führte Konstantin Weber die Wehr.
Bis 1959 waren Wilhelm Weber und danach Heinrich Schildwächter Ortsbrandmeister. Ab 1960 sind schriftliche Unterlagen erhalten, sodass die Entwicklung der Wehr ab diesem Zeitpunkt genauer nachgezeichnet werden kann. 1960 und 1961 fanden im ehemaligen Massenheimer Rathaus Versammlungen aller feuerwehrpflichtigen Männer statt, die im Gasthof „Zum goldenen Löwen“ fortgesetzt wurden. In beiden Sitzungen wurden Kurt Müller zum Ortsbrandmeister und Hermann Freisleben zu seinem Stellvertreter ernannt. Seit dieser Zeit kann man einen merklichen Aufwärtstrend der Wehr verzeichnen, der von der damaligen Gemeindevertretung durch die Bereitstellung von Mitteln für Kleidung und Ausrüstung unterstützt wurde. Im Jahr 1963 konnte die Wehr eine neue Motorspritze der Firma Metz anschaffen. Zum 30-jährigen Jubiläum wurde aus den Spendenmitteln von der Bevölkerung ein Banner erworben. Ebenfalls konnte zu diesem Fest 1965 ein Löschgruppenfahrzeug LF-8 gekauft und in Dienst gestellt werden. Damit war die Wehr in einem für damalige Verhältnisse guten Ausrüstungsstand. 1966 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet und 1970 von der Gemeinde ein Schlauchwagen SW-1000 erworben. Durch die Fahrzeuge wurde das Gerätehaus am Massenheimer Rathaus zu klein und ein neues in der Mühlstraße geplant. Dieses konnte Dank des einsichtigen Verhaltens des damaligen Bürgermeisters Dieter Howe und nach der Eingemeindung unter der Stadtverwaltung Bad Vilbel im Jahr 1973 fertiggestellt und eingeweiht werden. In dieser Zeit fanden auch Veränderungen in personeller Hinsicht statt. 1971 gab Hermann Freisleben sein Amt als stellvertretender Ortsbrandmeister und 2. Vorsitzender ab, sein Nachfolger wurde Kurt Schneider. 1972 gab der 1. Vorsitzende und Ortsbrandmeister Kurt Müller sein Amt ab und neuer 1. Vorsitzender und Ortsbrandmeister wurde Kurt Schneider. Stellvertretender Ortsbrandmeister und 2. Vorsitzender wurde Rudolf Laupus. Das Amt des stellvertretenden Wehrführers wurde 1975 durch Ulrich Tschauder neu besetzt.
Infolge der Eingemeindung wurde die Massenheimer Wehr der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Vilbel als Zug angegliedert. Nach Inkrafttreten des Hessischen Brandschutzhilfeleistungsgesetzes im Januar 1971 wurde der aktive und passive Teil der Feuerwehr Massenheim getrennt. Seitdem sind die aktiven Kameraden Mitglieder der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bad Vilbel – Zug Massenheim.
Im Rahmen der Fahrzeugkonzeption für die Stadtteilfeuerwehren konnte 1981 ein Löschgruppenfahrzeug LF-16 in Dienst gestellt werden. Dieses Fahrzeug enthält einen 1600 Liter fassenden Wassertank, um einen schnellen ersten Löschangriff zu ermöglichen. Da sich das Aufgabengebiet der Feuerwehren immer mehr in Richtung der technischen Hilfeleistungen verschiebt, beinhaltet das LF-16 neben den Gerätschaften zur Brandbekämpfung eine Hilfeleistungsausrüstung, um beispielsweise bei Verkehrsunfällen tätig werden zu können. Durch die immer größer werdenden Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren nimmt die Ausbildung und Schulung des einzelnen Feuerwehrmannes einen hohen Stellenwert ein. Die Teilnahme an Lehrgängen der Landesfeuerwehrschule und die Ausbildung durch Führungskräfte der eigenen Wehr haben einen Ausbildungsstand der Massenheimer Kameraden ein hohes Niveau erreichen lassen. Eine Besonderheit stellt in diesem Zusammenhang die Durchführung eines Führerscheinlehrganges für die Klasse 2 dar, in dem 14 Kameraden diese Fahrerlaubnis erwerben konnten. Die in der Jugendfeuerwehr erworbenen Kenntnisse ermöglichen den übernommenen Jugendlichen, schon nach kurzer Zeit den Erfordernissen der Einsatzabteilung gerecht zu werden.
Auch der Bereich der Alarmierung wurde von der Entwicklung im Feuerwehrwesen erfasst. Wurde früher durch die Alarmierung mittels Sirene die gesamte Bevölkerung aufgeschreckt, was insbesondere in der Nacht als nachteilig empfunden wurde, sorgen heute 14 Funkalarmempfänger in Massenheim für eine stille Alarmierung. Nur noch in Ausnahmefällen, wenn viele Einsatzkräfte benötigt werden, wird auf die Sirenenalarmierung zurückgegriffen.
1983 konnte der zweite Schritt in der Fahrzeugkonzeption verwirklicht werden. Ein VW-Bus, der im Feuerwehrdienst als Mannschaftstransportfahrzeug dient, wurde mit städtischen Mitteln und Geldern des Ortsbeirates erworben. Dieses Fahrzeug enthält keine wesentlichen feuerwehrtechnischen Gerätschaften, da seine Funktion aus dem Transport von Einsatzkräften besteht. Darüber hinaus soll der MTF als Fahrgelegenheit zu Dienstveranstaltungen der Jugendfeuerwehr dienen. Das Löschfahrzeug LF-8 wurde dem Zug Heilsberg zur Verfügung gestellt.
Im Bereich der Nachrichtenmittel entspricht die Ausrüstung dem in der Stadt Bad Vilbel vorhanden hohen Standard. So sind alle Einsatzfahrzeuge mit Funk auf dem 4-Meter-Bereich ausgestattet und können von der Leitstelle zu den jeweiligen Einsatzstellen geleitet werden. Darüber hinaus stehen den Führungskräften Handsprechfunkgeräte zur Verfügung, mit denen sie Ihre Entscheidungen den jeweiligen Einheiten unmittelbar weiterleiten können. Die für den sachgerechten Einsatz dieser taktischen Geräte notwendige Ausbildung haben die Massenheimer Kameraden bei Funkunterweisungen und Sprechfunklehrgängen erworben. Diese Kenntnisse können auch bei den über den Massenheimer Bereich gehenden eingesetzt werden. So stellt die Feuerwehr Massenheim regelmäßig Einsatzkräfte zur Wahrnehmung des Einsatzleiterdienstes für die Gesamtwehr zur Verfügung. Die von diesen Kameraden gemachten Erfahrungen kommen der Schlagkraft der Massenheimer Wehr zugute.
In naher Zukunft ist eine weitere Veränderung im Fahrzeugpark zu erwarten. Der Umbau des SW-1000 in ein TSF befindet sich im konkreten Planungsstadium, kann aber erst nach den Jubiläumsfestlichkeiten realisiert werden. Mit diesem Fahrzeug kann dann die häufig auftretende Notwendigkeit der Wasserentnahme aus offenem Gewässer effizienter gestaltet werden.
Neben dieser Entwicklung auf dem feuerwehrtechnischen Sektor kann auch auf rege Aktivitäten aus dem vereinsleben zurückgeblickt werden. Das 1963 erstmals ausgerichtete Bornfest ist aus dem Terminkalender für Veranstaltungen nicht mehr wegzudenken. Es erfreut sich wachsender Beliebtheit und ist dieses Jahr zum ersten Mal wegen des Jubiläums ausgefallen.
Seit 1982 ist die Gemeinnützigkeit des Vereins vom Finanzamt anerkannt worden. Aus diesem Grund sind ab diesem Zeitpunkt die Spendengelder steuerlich absetzbar. Eine der Hauptaufgabe des Vereins ist die Unterstützung der Einsatzabteilung. Dies ist in Form der Mitfinanzierung von Ausrüstungsgegenständen oder Ausrichtung von Aktiven-Ausflügen in vorbildlicher Weise geschehen.